Antrag der Fraktionen von SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und Junges Duisburg
zur Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Soziales und Gesundheit am 25. September 2025
Die Verwaltung wird gebeten zu prüfen, wie die Angebote zur Prävention und Bekämpfung von Medien- und Spielsucht, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, in Duisburg ausgebaut werden können. Dabei sollen sowohl die bestehenden Angebote und die dafür bereitgestellten Haushaltsmittel als auch der Bedarf an zusätzlichen Angeboten einschließlich der dafür notwendigen Haushaltsmittel dargestellt werden.
Begründung:
Insbesondere Jugendliche sind gefährdet, eine Abhängigkeit von Computerspielen zu entwickeln. Nach einer Befragung des Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters gelten bereits 15,4 Prozent der Minderjährigen als sogenannte Risiko-Gamer – das entspricht rund 465.000 Jugendlichen dieser Altersgruppe. Davon werden 4,3 Prozent bereits als computerspielsüchtig eingestuft.
Viele aktuelle Spiele beinhalten glücksspielähnliche Elemente. Durch sogenannte „In-Game-Käufe“ können Nutzerinnen und Nutzer virtuelle Gegenstände erwerben, etwa Ausrüstungen oder Accessoires, um Spielfiguren zu verändern oder im Spiel schneller voranzukommen. Besonders problematisch sind sogenannte „Lootboxen“ – digitale Überraschungspakete, deren Inhalt nach dem Zufallsprinzip vergeben wird. Sie erhöhen das Risiko einer Spielsucht und können dazu führen, dass sich insbesondere Jugendliche finanziell überlasten, weil sie in der Hoffnung auf bestimmte Inhalte wiederholt Geld investieren.
Da digitale Spiele eine immer wichtigere Rolle im Alltag junger Menschen einnehmen, braucht es professionelle Präventions- und Beratungsangebote, die frühzeitig sensibilisieren, unterstützen und aufklären.