Gemeinsamer Antrag der SPD-Fraktion und CDU-Fraktion: Dialoghaus

Zur Sitzung des Ausschusses für Ordnungs- und Bürgerangelegenheiten am 29.01.2024

Beschluss:

Die Stadt Duisburg unterstützt die Initiatoren des Dialog-Hauses bei der Realisierung eines neuen Angebots für Opfer von Straftaten. Dazu stellt sie der Organisation kostenfreie Räumlichkeiten zur Verfügung.

Begründung:

Die Initiatoren des Dialog-Haus Duisburg verfolgen das Ziel, die sich aus der EU-Opferschutzrichtlinie 2012/29/EU ergebenden Mindeststandards für die Rechte, Unterstützung und den Schutz von Opfern von Straftaten konkret in die Praxis umzusetzen und auszugestalten.

Hierzu haben sich zunächst die örtlichen Opferschutz- bzw. Hilfsangebote in Form der sie repräsentierenden Organisationen (u.a. Frauenberatungsstellen, Weißer Ring, Opferschutzbeauftragter der Polizei, Psychologische Betreuung, Psychosoziale Prozessbegleitung, Fachstelle für Täter-Opfer-Ausgleich) in dem Netzwerk DialogHaus-Opferhilfe Duisburg zusammengeschlossen. Auf der seit dem Jahr 2020 bestehenden, gemeinsamen Internetseite www.dialoghaus-duisburg.de bietet das Netzwerk eine Übersicht und Orientierung zu den in Duisburg bestehenden Hilfeangeboten für Geschädigte von Straftaten.

In dem DialogHaus Duisburg erhalten Geschädigte von Straftaten über das Internetangebot hinaus eine Anlaufstelle mit persönlichen Ansprechpersonen, wo sie die Folgen der Tat schildern, ihre Bedürfnisse artikulieren, bedarfsorientierte Hilfe und Informationen über ihre Rechte und die bestehenden, lokalen Hilfsangebote erhalten und -bei Interesse- in unterschiedlichen Settings mit den Straftätern in Dialog treten können.

Eine Clearing- und Beratungsstelle erarbeitet mit den Hilfesuchenden den Bedarf und vermittelt auf  Wunsch zu den jeweiligen Organisationen weiter. Mitarbeitende des Opferschutzes der Polizei wie auch Mitarbeitende von Opferhilfeeinrichtungen halten in dem DialogHaus Duisburg regelmäßige Sprechstunden ab.

Für die Realisierung bedarf es zweierlei:

  • Für das Angebot wird eine Trägerstruktur entwickelt, die den Betrieb und das Angebot verantwortet. Dazu werden derzeit die Details abgestimmt. Es wurde bereits von verschiedenen Trägern angeboten, die Trägerschaft bei gesicherter Finanzierung zu übernehmen.
  • Es bedarf sodann der Einrichtung der zentralen Anlauf- und Erstberatungsstelle. Dort werden die Opfer durch Mitarbeitende beraten, informiert und weitervermittelt. Dazu bedarf es der Anmietung einer entsprechenden Räumlichkeit. Nach dem Operations- und Finanzierungsplan DialogHaus Duisburg, beläuft sich der idealerweise benötigte Raumbedarf im Innenstadtbereich auf 4 Büroräume (davon ein Gruppenraum) und einen Sozialraum.

Die Finanzierung des Betriebs wird durch die Initiatoren verantwortet. Diese wird vor allem über die Akquise von Spenden gesichert werden. Die Stadt Duisburg unterstützt das Angebot des DialogHauses, indem Sie dem Trägerverein kostenfrei die benötigte Räumlichkeit, idealerweise in einer städtischen Immobilie, zur Verfügung stellt.