Der Rat der Stadt Duisburg erkennt den zunehmenden Sexismus, die steigende Zahl sexualisierter Gewalt sowie die Zunahme von Femiziden als große Gefahr für Frauen und als gesamtgesellschaftliches Problem. Die Stadt Duisburg bekennt sich ausdrücklich zu einer Null-Toleranz-Politik gegenüber Sexismus und geschlechtsspezifischer Gewalt.
Der Rat der Stadt Duisburg möge beschließen:
1. Die Stadt Duisburg tritt dem bundesweiten Bündnis „Gemeinsam gegen Sexismus“ bei.
2. Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, welche Maßnahmen geeignet sind, um Frauen im Alltag und im öffentlichen Raum vor sexueller Belästigung und sexualisierter Gewalt zu schützen.
Begründung:
Sexismus und sexualisierte Gewalt sind alltägliche Erfahrungen vieler Frauen. Laut dem „Bundeslagebild 2023 – Geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichtete Straftaten“ des Bundeskriminalamtes (BKA) wird in Deutschland fast täglich eine Frau aufgrund ihres Geschlechts ermordet. Auch in Duisburg gab es in den letzten Jahren mehrere Femizide – unter anderem im Oktober 2023 und im Oktober 2024.
Um dem entschieden entgegenzuwirken, braucht es entschlossenes Handeln auf allen politischen Ebenen. Auf kommunaler Ebene ist eine Maßnahme der Beitritt der Stadt Duisburg zu dem vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Bündnis „Gemeinsam gegen Sexismus“, in dem sich staatliche und nicht-staatliche Institutionen, Unternehmen und Kultureinrichtungen, aber auch viele Städte und Gemeinden zusammengeschlossen haben. Ziel ist es, Sexismus und sexuelle Belästigung zu erkennen, hinzusehen und wirksame Maßnahmen dagegen zu verankern. Durch regelmäßige Netzwerktreffen entsteht ein praxisorientierter Austausch über wirkungsvolle Maßnahmen, von dem auch Duisburg profitieren kann.