Aufgrund steigender Geburtenzahlen und Zuwanderung ist die Zahl schulpflichtiger Kinder in Duisburg anhaltend hoch und steigt noch weiter. Deshalb ist es für uns sehr wichtig, mehr Schulraum zu schaffen. Nur so können wir sicherstellen, dass alle schulpflichtigen Kinder auch einen Schulplatz erhalten. Dafür haben wir in der letzten Ratssitzung einige Weichen gestellt und investieren damit massiv in die Zukunft der Duisburger Schullandschaft. Das Land muss wiederum für eine ausreichende Lehrerversorgung sorgen.

 

Weiterführende Schulen

In den letzten Jahren haben wir bereits viele Entscheidungen getroffen, um das schulische Angebot in Duisburg auszuweiten. Die Zügigkeiten an Gesamtschulen und Sekundarschulen wurden und werden weiter erhöht. Zwei Gesamtschulen mit jeweils sechs Zügen werden neu gegründet und gebaut. Auf diese Weise werden die Eingangsklassen bereits von 150 (2016) auf 164 (zum Schuljahr 2024/25) gesteigert. Zukünftig sind jedoch rund 181 Eingangsklassen erforderlich, sodass zusätzliche Schulraumerweiterungen notwendig sind. Dafür haben wir in der Ratssitzung 14 Planungsoptionen – von Schulerweiterungen über Neubau bis hin zu Schulneugründungen – zur Prüfung beschlossen.

Interimsstandort für neue Gesamtschule im Norden

Im Norden entsteht eine neue Gesamtschule an dem Standort der ehemaligen Anne-Frank-Hauptschule an der Oberen Holtener Straße in Röttgersbach. Zum kommenden Schuljahr soll diese an einem Interimsstandort, dem ehemaligen Hauptschulstandort Reichenbergerstraße, mit zunächst vier Zügen an den Start gehen.

Neubau der Gesamtschule Mitte/Süd

Wir haben in der Ratssitzung den Bau einer neuen sechszügigen Gesamtschule für den Bereich Mitte/Süd mit einem Kostenvolum von rund 127 Millionen Euro beschlossen. Die Gesamtschule soll am Standort der ehemaligen Didier-Werke an der Düsseldorfer Straße/Ecke Gießingstraße in Wanheimerort entstehen. Neben dem Schulgebäude, das aus drei sogenannten Lernhäusern besteht, soll es ein Quartiershaus geben. Hier werden die Aula und die Mensa der Schule im Erdgeschoss untergebracht. Darüber hinaus soll in dem Haus eine Dreifachsporthalle mit 350 Zuschauerplätzen und eine zusätzliche Zweifachsporthalle entstehen.

Neubauten an bestehenden Schulen

Auch Erweiterungsneubauten mit einem Volumen von über 90 Millionen Euro an bestehenden Schulen haben wir im Stadtrat beschlossen. Dazu gehören die Theodor-König-Gesamtschule in Beeck, die Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesamtschule in Hamborn und die Heinrich-Heine-Gesamtschule in Rheinhausen. Die modernen Erweiterungsneubauten werden unter anderem Photovoltaikanlagen auf den Flachdächern, flächendeckendes WLAN und eine digitale Ausstattung nach neuesten Schulbau-Standards sowie Fahrrad- und PKW-Stellplätze mit Lademöglichkeiten haben.

Ausbau der Offenen Ganztagsbetreuung

Um den Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz ab dem Schuljahr 2026/27 erfüllen zu können, haben wir ein weiteres Investitionsprogramm mit einem Volumen von knapp 26 Millionen Euro zum Ausbau ganztägiger Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder im Grundschulalter im Rat beschlossen. Damit wird der Ausbau der Offenen Ganztagsbetreuung an weiteren Grund- und Förderschulen ermöglicht. Neben der Schaffung von Räumlichkeiten gibt es auch Mittel für die Ausstattung, um unter anderem Räume multifunktional nutzbar zu machen.

Teilstandorte für Förderschulen

Besonders die Zahlen der Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ steigen deutlich. Aus diesem Grund haben wir in der Ratssitzung entschieden, für die Förderschule Am Rönsbergshof in Meiderich/Beeck einen Teilstandort an der Grundschule Am Mattlerbusch einzurichten. Für die Friedrich-Fröbel-Förderschule in Rheinhausen wird ein Teilstandort an der Grundschule Ottostraße gegründet. Die Grund- und Förderschüler nutzen dabei voneinander getrennte Räumlichkeiten und Schulhofbereiche.

 

von Jürgen Edel