Mobilität ist weit mehr als die Frage, wie wir von A nach B kommen. Sie entscheidet darüber, wie gut Menschen ihren Arbeitsplatz erreichen, ob Kinder sicher zur Schule fahren können, wie Unternehmen ihre Standorte entwickeln und wie lebenswert unsere Stadt bleibt.

Deshalb treiben wir als SPD-Ratsfraktion die Modernisierung der Duisburger Verkehrsinfrastruktur konsequent voran. Mit zwei aktuellen Beschlüssen stellen wir die Weichen für die kommenden Jahre, sowohl beim Ausbau des Radverkehrs als auch bei wichtigen Straßen-, Brücken- und Nahverkehrsprojekten.

Mehr Platz und bessere Verbindungen für den Radverkehr

Radfahren soll in Duisburg einfacher, sicherer und attraktiver werden. Mit dem neuen Radwegeprogramm erhält die Stadt eine strategische Prioritätenliste, nach der die wichtigsten Maßnahmen Schritt für Schritt umgesetzt werden.

Dabei geht es nicht nur um einzelne Radwege, sondern um den systematischen Ausbau eines zusammenhängenden Netzes. Ziel ist es, bestehende Lücken zu schließen, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und wichtige Wohngebiete, Arbeitsplätze und Freizeitziele besser miteinander zu verbinden.

Besondere Bedeutung haben dabei die überregionalen Radschnellverbindungen wie der RS1, der Radschnellweg entlang der A59 sowie die Verbindung von den Duisburger Dünen über den Hauptbahnhof bis in den RheinPark. Gleichzeitig werden innerhalb der Stadt neue Radvorrangrouten und Verbesserungen in verschiedenen Stadtteilen entwickelt, unter anderem in Hochfeld, der Innenstadt, Neudorf, Ruhrort, Walsum und Homberg.

Große Infrastrukturprojekte neu priorisiert

Neben dem Radverkehr werden auch die großen Verkehrsprojekte der nächsten Jahre neu geordnet. Denn angesichts begrenzter personeller und finanzieller Ressourcen müssen die wichtigsten Vorhaben zuerst geplant und umgesetzt werden.

An erster Stelle steht weiterhin die Gaterwegbrücke in Rheinhausen. Danach folgen die Weiterentwicklung des Marientorplatzes gemeinsam mit der Ortsumgehung Hochfeld sowie der Ersatzneubau der Brücke der Solidarität einschließlich der geplanten Straßenbahnanbindung nach Rheinhausen.

Neu in die Prioritätenliste aufgenommen wurde außerdem die Erschließungsstraße für das Technologiezentrum Wedau. Sie ist eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass sich dort neue Unternehmen ansiedeln und mehrere tausend Arbeitsplätze entstehen können.

Brücken erhalten, Zukunft gestalten

Viele Duisburger Brücken erreichen in den kommenden Jahren das Ende ihrer technischen Lebensdauer. Deshalb werden notwendige Ersatzneubauten frühzeitig vorbereitet.

Dazu gehören unter anderem die Friedrich-Ebert-Brücke, die Klappbrücke am Marientor sowie weitere Brückenbauwerke im gesamten Stadtgebiet. Eine vorausschauende Planung ist wichtig, um Fördermittel von Bund und Land zu sichern und spätere Sperrungen möglichst zu vermeiden.

Mobilität für alle Verkehrsmittel

Für uns als SPD ist klar: Eine moderne Verkehrspolitik spielt nicht verschiedene Verkehrsmittel gegeneinander aus.

Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, braucht sichere Wege. Wer Bus und Bahn nutzt, muss sich auf einen leistungsfähigen Nahverkehr verlassen können. Gleichzeitig sind intakte Straßen und Brücken unverzichtbar, für Pendlerinnen und Pendler ebenso wie für Wirtschaft, Rettungsdienste und den öffentlichen Nahverkehr.

Mit den aktuellen Beschlüssen schaffen wir deshalb die Grundlage für eine Mobilität, die alle Verkehrsträger berücksichtigt und Duisburg fit für die kommenden Jahrzehnte macht.

von Reiner Friedrich