Mehr Schulraum in Duisburg: Ein wichtiger Schritt für die Zukunft der Bildung

Die neueste Beschlussvorlage der Stadtverwaltung zur Grundschulentwicklungsplanung hat es deutlich gemacht: Aufgrund von gestiegen Schülerzahlen braucht Duisburg mehr Schulraum. Aus diesem Grund sollen zwei neue Grundschulen im Stadtgebiet entstehen. Für eine neue Grundschule im Bezirk Rheinhausen wird der Standort der ehemaligen Grundschule an der Werthauserstraße von Grund auf saniert. Ein Standort für eine neue Grundschule im Stadtteil Marxloh wird noch gesucht. Des Weiteren erfolgt die bauliche Erweiterung und Optimierung von Bestandsgebäuden.  Natürlich muss hier auch das Land seine Hausaufgaben machen und weiteres Lehrpersonal zur Verfügung stellen.

Investitionen in moderne Schulbauten

Ein entscheidender Schritt in die richtige Richtung wurde bereits vor einigen Jahren mit der Gründung der SD Schulbaugesellschaft mbH getan. Diese Gesellschaft ermöglicht den Bau moderner Schulen wie zum Beispiel der Gesamtschulen Nord und Wanheimerort, die pädagogisch, technisch und räumlich auf dem neuesten Stand sind. Gleichzeitig werden bestehende Gebäude wie die KGS Abteischule und die Grundschule Am Knappert von Grund auf saniert.

Attraktivität des Schulstandorts Duisburg

Die Kombination aus modernen Unterrichtsräumen und einer gerechten Bezahlung für Lehrkräfte wird den Schulstandort Duisburg nachhaltig attraktiver machen. Eine gute Ausstattung und eine angemessene Bezahlung sind essenzielle Voraussetzungen, um qualifizierte Lehrkräfte anzuziehen und langfristig zu halten.

Bilanzielle Überschuldung überwinden und eigene Investitionen tätigen

Mit dem Jahresabschluss 2022 wird die Stadt Duisburg die bilanzielle Überschuldung hinter sich lassen und erstmals seit 2009 wieder Eigenkapital aufbauen. Dies ermöglicht wichtige Investitionen, wie zum Beispiel in die Schulinfrastruktur, aus eigener Kraft zu stemmen und auch die zukünftigen Maßnahmen aktiv zu gestalten.

Digitale Bildung und Infrastruktur

Die Digitalisierung der Schulen in Duisburg spielt eine zentrale Rolle bei der Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf die Anforderungen der modernen Welt. Bereits über 46.000 iPads wurden an Duisburger Schülerinnen und Schüler ausgegeben, um den digitalen Unterricht zu unterstützen. Gleichzeitig wird der Breitbandausbau an den Schulen priorisiert, um eine solide technische Grundlage für die digitale Bildung zu schaffen.

Zukunftsfähige Bildungskonzepte und Offener Ganztag

Die Konzepte für Schulneubauten und -sanierungen in Duisburg setzen den Fokus auf eine zukunftsfähige Bildung. Beispielsweise wird bei der Gesamtschule Nord ein Musterraumprogramm umgesetzt, das moderne, offene Lernlandschaften ermöglicht. Auch die KGS Abteischule wird in ein offeneres und moderneres Konzept umgewandelt, wobei die Beteiligung der Schule, Eltern und Schülerinnen und Schüler an der Planung eine wichtige Rolle spielt.

Darüber hinaus wurden in den letzten Jahren auf Initiative der SPD-Fraktion wichtige Beschlüsse zur Verbesserung des Offenen Ganztags an Grundschulen gefasst, um die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler besser zu erfüllen. Zum Schuljahr 2023/2024 werden daher 9.500 Ganztagsbetreuungsplätze zur Verfügung stehen. Zum Schuljahr 2026/2027 soll die Versorgungsquote im Ganztag auf 80 Prozent angehoben werden. Trotz der finanziellen Herausforderungen und der begrenzten Unterstützung von Bund und Land geht Duisburg entschlossen diesen Weg. Die bisherigen Maßnahmen und Fortschritte sind ein Beweis für das Engagement und den Willen, die Schulpolitik in Duisburg zu verbessern. Durch Investitionen in moderne Schulbauten, die Stärkung der digitalen Bildung, die Schaffung attraktiver Arbeitsbedingungen und zukunftsfähige Bildungskonzepte werden die Schulen in Duisburg nachhaltig aufgewertet und bieten den Schülerinnen und Schülern optimale Lernbedingungen. Auch zukünftig sind für diese Mammutaufgabe alle staatlichen Ebenen, insbesondere Land und Bund noch mehr gefordert.

 

von Jürgen Edel