Rudi Carrell würde heute wohl nicht mehr singen: „Wann wird es wieder Sommer?“, sondern eher: „Wann wird es wieder kühl?“
Die vergangenen Hitzetage haben erneut gezeigt: Die Folgen des Klimawandels sind längst auch in Duisburg spürbar. Hohe Temperaturen sind nicht nur unangenehm, sondern stellen zunehmend eine Gefahr für die Gesundheit dar – insbesondere für ältere Menschen, Kinder, chronisch Erkrankte oder Menschen, die im Freien arbeiten.
Gerade Duisburg ist von Hitze besonders betroffen. Unsere dicht bebauten und versiegelten Stadtgebiete sowie die industrielle Prägung führen dazu, dass sich Wärme besonders stark aufstaut. Deshalb bereitet sich die Stadt mit einer umfassenden Hitzeaktionsplanung auf die zunehmenden Herausforderungen vor.
Menschen schützen und Duisburg an den Klimawandel anpassen
Ziel der Hitzeaktionsplanung ist es, die Bevölkerung besser über die gesundheitlichen Risiken extremer Hitze zu informieren und gleichzeitig konkrete Maßnahmen zum Schutz der Menschen umzusetzen.
Darüber hinaus soll Duisburg langfristig widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels werden. Dazu gehören sowohl kurzfristige Hilfen während Hitzeperioden als auch langfristige Anpassungen im Stadtbild.
Viele Maßnahmen bereits umgesetzt oder auf den Weg gebracht
Bereits umgesetzt oder auf den Weg gebracht wurden unter anderem:
- öffentliche Trinkwasserbrunnen im Stadtgebiet,
- die digitale Karte „Kühle Orte“ mit Trinkwasserbrunnen, Seen, Parks, Wäldern, Kirchen, Bibliotheken, Museen, U-Bahnhöfen und weiteren schattigen oder klimatisierten Aufenthaltsorten,
- Hitzeschutzmaterialien wie Hitzefächer, Thermosticker und Informationsposter,
- zielgruppenspezifische Informationsangebote für besonders gefährdete Menschen, beispielsweise Seniorinnen und Senioren, Familien mit kleinen Kindern oder Schwangere,
- ein Förderprogramm für heimische Laubbäume, Dachbegrünungen und die Entsiegelung versiegelter Flächen
Klimawandel ist längst Alltag
Der Klimawandel ist längst in unserem Alltag angekommen. Als Kommune können wir ihn nicht allein aufhalten, aber wir können die Menschen besser schützen und unsere Stadt Schritt für Schritt an die neuen Herausforderungen anpassen. Genau diesen Weg gehen wir mit der Duisburger Hitzeaktionsplanung.
von Reiner Friedrich
