Behördengänge sollen für die Menschen in Duisburg einfacher und verständlicher werden. Dafür entwickelt die Stadt ihre E-Government-Strategie weiter. Unter dem Titel „Digitale Verwaltung Duisburg“ legt sie fest, nach welchen Grundsätzen digitale Angebote und interne Abläufe künftig gestaltet werden.
Im Mittelpunkt steht der Nutzen im Alltag: Verwaltungsleistungen sollen leichter zugänglich sein und schneller bearbeitet werden. Die Strategie setzt dafür auf verständliche Angebote, besser abgestimmte Verfahren und sichere IT. Unter anderem soll eine Baustellenkoordinierungssoftware zur zentralen Planung und Konfliktvermeidung eingeführt und das Hausaktenarchiv zur einfachen Bereitstellung verwaltungsrelevanter Akten digitalisiert werden.
Digital zuerst, aber für alle erreichbar
Wir unterstützen den Grundsatz „Digital first“ statt „Digital only“. Digitale Angebote sollen zwar zum Regelfall werden, gleichzeitig sollen alternative Wege zur Verwaltung weitestgehend erhalten bleiben. Denn Menschen, die entsprechende Lösungen nicht nutzen können oder wollen, sollen nicht abgehängt werden.
Technologische Unabhängigkeit und verantwortungsvolle KI
Die Strategie greift zudem aktuelle technische Entwicklungen auf. Duisburg will Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern begrenzen und setzt dafür auch auf Open-Source-Lösungen. Künstliche Intelligenz soll verantwortungsvoll eingesetzt werden. Die menschliche Kontroll- und Entscheidungsfähigkeit bleibt dabei stets gewahrt.
Gerade in Zeiten knapper kommunaler Kassen kann Digitalisierung beides leisten: Kosten einsparen und zugleich den Service für die Bürgerinnen und Bürger verbessern.
von Torsten Steinke
